6 Yogawege

Yoga bedeutet übersetzt: Einheit, Harmonie.
Körper und Geist sollen eine Einheit bilden und so zur Harmonie finden. Harmonie mit sich selbst, aber auch mit der Welt.
In Indien werden verschiedene Wege des Yoga praktiziert. Alle sollen zum Ziel der Harmonie führen. In der westlichen Welt wird Yoga überwiegend körperorientiert praktiziert. Erst seit kurzem wird der Focus vermehrt auch auf die geistigen Wirkungen gelegt.

Ich biete Vorträge zu den 6 Yogawegen an. Hier ein kurzer Überblick über sechs Yogawege und eine Einordnung westlicher Yogastile:

Hatha Yoga – Energie ausgleichen

Ha bedeutet Sonne, Tha bedeutet Mond. Hatha Yoga hat zum Ziel, die Energien unseres Körpers auszugleichen und so Körper und Geist zur Harmonie zu bringen.
Neben dehnenden und kräftigenden Körperübungen spielen Atemübungen und Tiefenentspannung eine tragende Rolle in der Yogastunde. Hatha Yoga ist eigentlich kein eigener Yogaweg. Es dient zur Vorbereitung von Körper und Geist auf Kundalini Yoga und auf die Meditation.
Iyengar Yoga ist eine der Traditionen, die aus dem Hatha Yoga entstanden sind.

Kundalini Yoga – Energie erwecken

Kundalini steht als Symbol für die unerschöpfliche Lebensenergie. Die Yogapraxis strebt das Erwecken der Kundalini, die im unteren Ende der Wirbelsäule schläft, an. Das Ziel ist also, den eigenen Energielevel zu erhöhen.
Neben den Körperübungen werden intensive Atemübungen und Klänge verwendet.

Raja Yoga – Herrschaft über den Geist

Raja Yoga strebt die Herrschaft über den Geist an. Der indische Weise Patanjali schreibt: Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Gedanken im Geist.
Raja Yoga umfasst acht Stufen. Neben Verhaltensempfehlungen sind Hatha-Yoga, mentales Training und Meditation entscheidende Elemente.
Aus diesem Weg hat sich Ashtanga (acht) Yoga entwickelt. Das wird in der westlichen Welt auch als fließende körperorientierte Stunde praktiziert. Hieraus hat sich Vinjasa Flow und Power Yoga entwickelt. Diese Richtungen sind allerdings eher fitnessorientiert.

Jnana Yoga – Weg der Erkenntnis

Jnana Yoga ist der Weg der Erkenntnis. Der Übende stellt sich die klassischen philosophischen Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Was ist der Sinn des Lebens?
Über das Studium der (indischen) philosophischen Schriften, das Nachdenken darüber und die Meditation wird die Harmonie angestrebt

Karma Yoga – Yoga der Tat

Das Prinzip des Karma besagt, dass alle unsere Handlungen Auswirkungen auf die Zukunft haben. Auch hierzu werde ich später noch einmal eine persönliche Einordnung  schreiben.
Der Karma Yogi strebt durch selbstloses Dienen den Abbau/Ausgleich alten Karmas an.

Bhakti Yoga – Hingabe und Liebe zu Gott

Bhakti Yoga ist der aus dem Hinduismus gewachsene religiöse Yogaweg.

Mein Angebot habe ich aus dem Hatha Yoga und den Prinzipien des Raja Yoga entwickelt.